Astro-Wetter
Sieben Tage Vorhersage auf einen Blick, gemacht für die eine Frage: Lohnt sich die Nacht? Wolken in drei Höhen, geschätztes Seeing und Transparenz, Wind, Temperatur und Taupunkt – dazu Sonnen- und Mondhöhe mit Mondphase. Die Wetterdaten kommen in Europa aus ICON des DWD und HARMONIE des dänischen Wetterdienstes, anderswo aus HRRR und GFS der NOAA – wobei dort schon nach 30 Stunden das kanadische GEM die Wolken übernimmt, auf denen die Bewertung beruht. Zwei weitere Wolkenzeilen zeigen zum Vergleich das Modell des ECMWF und, je nach Region, GEM, das NBM der NOAA oder GFS.
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Nacht im Detail
🔭 Planeten, Mond und die besten Objekte der Nacht für diesen Standort zeigt der Beobachtungsplaner.
Wetterkarte von meteoblue
Die animierte Karte mit Satellitenbild, Wolken, Niederschlag, Temperatur und Sonnenschein stammt von meteoblue (meteoblue AG, Basel, Schweiz) und zeigt den gewählten Standort. Sie wird erst geladen, wenn Sie auf den Knopf klicken. Dann übermittelt Ihr Browser Ihre IP-Adresse und den Standort an meteoblue; meteoblue setzt eigene Cookies, zwei davon mit einem Jahr Laufzeit, und das Widget lädt außerdem den Statistikdienst Cloudflare Web Analytics (Cloudflare, Inc., USA). Nach dem Neuladen der Seite wird wieder gefragt. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.
So liest man die Grafik
Jede Stunde bekommt eine Gesamtbewertung von 0 bis 100 %: ab 85 % Ausgezeichnet, ab 65 % Gut, ab 45 % Mittel, ab 25 % Schlecht, darunter Sehr schlecht. Die Wolken bestimmen fast alles: halb bedeckt heißt höchstens 25 %. Der Farbschlüssel unter der Grafik zeigt die fünf Stufen.
Über der Grafik steht die Antwort in einem Satz – für die gewählte Nacht: wie lange der Himmel am Stück gut ist, ab wann, und wie viel davon der Mond in Ruhe lässt. Die Pfeile am Nachtdetail weiter unten wechseln die Nacht und schreiben den Satz um. Gut heißt dabei über 65 %; gibt es keine solche Strecke, nennt der Satz die beste über 45 % und kennzeichnet sie als mittel.
Die Sieben-Tage-Grafik
- Mond: Symbol mit beleuchtetem Anteil, über seinem Höchststand.
- Sonne und Mond: gelbe Zeiten Sonne, weiße Mond, darunter ihre Höhe. Helle Spalten Tag und Dämmerung, dunkle astronomische Nacht, rote Linie Jetzt.
- Uhrzeitenleiste: ein Symbol für die sechs Stunden ringsum, das kräftigste Wetter gewinnt. „Überwiegend klar“ erlaubt fast 50 % Wolken.
- Gesamt ist keine Messung, sondern die Note: Wolken im Quadrat, dazu Seeing und Transparenz mit je 15 %, die das Ergebnis höchstens dämpfen können. Deshalb ähnelt sie der Wolkenzeile – wo beide auseinanderlaufen, liegt es an Seeing oder Transparenz.
- Wolken, Wolken ECMWF, Wolken GEM bzw. NBM: dreimal dieselbe Größe, die Gesamtbedeckung, aus drei Modellen. Gerechnet wird mit der ersten Zeile; die beiden anderen sind unabhängige Zweitmeinungen und fließen in keine Note ein. Sind sich alle drei einig, ist die Vorhersage verlässlich; weichen sie ab, ist sie unsicher.
- Seeing und Transp.: je kräftiger das Blau, desto besser, dunkelgrau heißt keine Daten.
- Zeile Modell: Sie nennt für jede Strecke, welches Modell die Wolkenzeile geliefert hat; über dem Nachtdetail steht es noch einmal für die gewählte Nacht. Wo es wechselt, steht eine gestrichelte senkrechte Linie – ein Sprung an dieser Stelle kann der Modellwechsel sein und nicht das Wetter.
- Wind in km/h mit Richtungspfeil: grün bis 10, gelb bis 30, orange bis 40, darüber rot.
- Temperatur (orange) und Taupunkt (blau): nahe beieinander heißt Tau auf der Optik.
- Tagesleiste: die Bewertung Stunde für Stunde, darüber der Schnitt der Nacht.
Das Nachtdetail
Unter der Grafik lässt sich jede Nacht einzeln aufklappen; die Pfeile wechseln durch die Woche. Zu sehen sind Wetter je Stunde, das Dämmerungsband mit hellblauem Streifen für die mondlose Zeit, dann die Werte je Stunde – Gesamt, Wolken nach Höhe (tief bis 2 km, mittel bis 6 km, hoch darüber), Wolken ECMWF und die dritte Wolkenzeile, Seeing, AOD, Wasserdampf, Staub, Sicht, Regen – und unten Wind, Böen, Temperatur, Taupunkt mit Abstand und Feuchte. Der Abstand wird orange unter 4 °C, rot unter 2 °C. Über der Grafik steht das Wettermodell dieser Nacht, ein Tipp zeigt alle Werte einer Stunde. Eine Nacht, die schon läuft, wird vollständig geladen – nur am Ende der Woche kann eine Nacht unvollständig sein, und dann steht es dort.
Begriffe
- Astronomisch dunkel: Sonne mehr als 18° unter dem Horizont – dunkler wird es hier nicht.
- Seeing: wie ruhig die Luft ist. Unruhige Luft lässt Sterne flimmern und verwischt Planetendetails.
- Transparenz: wie klar die Luft ist. Dunst schluckt das Licht von Galaxien und Nebeln.
- AOD: Dunst und Staub der ganzen Luftsäule. Um 0,1 sehr klar, ab 0,3 milchig.
- Wasserdampf (mm): unter 10 trocken, über 30 feucht.
- Staub (µg/m³): Mineralstaub am Boden, macht den Himmel milchig.
- Taupunkt: Erreicht die Luft ihn, beschlagen Linsen und Spiegel.
Woher die Werte kommen – und wo sie schätzen
Wolken, Wind, Temperatur, Feuchte und die Wettersymbole kommen direkt aus einem Wettermodell, bis zu sieben Tage im Voraus. Welches es ist, hängt vom Standort ab und steht über dem Nachtdetail.
- Europa (29,5 bis 70,5° N, 23,5° W bis 62,5° O): ICON des DWD – erst ICON-D2 mit 2,2 km Gitterweite, dann ICON-EU mit 7 km, zuletzt ICON global mit 11 km, das keine Sichtweite liefert. Für die Wolken schiebt sich zwischen D2 und EU das HARMONIE-AROME-Modell des dänischen Wetterdienstes mit 2 km (Mittel- und Nordeuropa, rund drei Tage) – südlich seines Gebiets, etwa in Andalusien, bleibt es bei ICON-EU, dem dort feinsten verfügbaren Modell.
- Rest der Welt: NOAA, ergänzt um GEM. In Nordamerika liefert HRRR mit 3 km die ersten 30 Vorhersagestunden, danach übernimmt das kanadische GEM mit 10 km den Rest der Woche – mitsamt den Zeilen tief, mittel und hoch, sodass nur eine Naht im Verlauf bleibt. Beides ist gemessen und nicht geraten: Über rund 60 Nächte an Starfront war GEM ab dem zweiten Tag bei jeder Vorlaufzeit näher an den Wolkenmeldungen der Flughäfen als NAM, NBM, ECMWF und GFS – und HRRR selbst kippt am Ende seiner Reichweite: Im ersten Tag liegt es mit 4,6 Prozentpunkten vorn, im zweiten mit 14,2 hinter GEMs 7,9. Daher die 30 Stunden. Nachprüfbar in der Historie. NBM mit 2,5 km liefert dort weiterhin die Sichtweite und als einziges Modell eine eigene Regenwahrscheinlichkeit; beide werden übernommen, und NBM füllt die dritte Wolkenzeile. Alles Übrige – Wind, Feuchte, Temperatur – kommt aus GFS mit 13 km, außerhalb Nordamerikas auch die Wolken.
- Zeile ECMWF: die Bewölkung des IFS-Modells mit 9 km, weltweit, als zweite Meinung. In die Gesamtbewertung fließt sie nicht ein.
- Dritte Wolkenzeile: In Europa das kanadische GEM des CMC, global mit 15 km und nur alle drei Stunden – dasselbe Modell, mit dem die Clear Sky Charts rechnen. In Nordamerika, wo GEM schon die erste Zeile füllt, steht hier stattdessen NBM, das Ensemble-Mittel der NOAA mit 2,5 km. NBM gibt es allerdings nur über den zusammenhängenden USA; anderswo außerhalb Europas zeigt die Zeile GFS – also das, was die erste Zeile sähe, wenn GEM sie nicht übernommen hätte. Welches Modell es gerade ist, steht in der Beschriftung der Zeile. Sie dient nur dem Vergleich.
Geschätzt sind drei Zeilen. Seeing liefert kein Modell; die Grafik rechnet es aus dem Windprofil: Jetstream in etwa 10 km Höhe, Scherung zwischen 1,5 und 10 km, Wind am Boden. Transparenz kommt aus der Aerosol-Dichte (AOD) der Copernicus-Vorhersage CAMS, gedämpft bei hoher Feuchte und viel Wasserdampf; CAMS reicht vier bis fünf Tage, danach bleibt die Zeile dunkelgrau. Gesamt ist eine eigene Gewichtung, in der die Wolken fast alles bestimmen. Alle drei treffen die Tendenz, mehr nicht.
Sonne und Mond berechnet Ihr Browser selbst; Planeten und die besten Objekte einer Nacht zeigt der Beobachtungsplaner. Die Wetterkarte ist ein eingebettetes Angebot von meteoblue mit deren eigenen Daten und nicht Teil dieser Berechnungen.
Und wie gut trifft das alles zu? Die Astro-Wetter-Historie stellt für jede Nacht der letzten Wochen nebeneinander, was hier ein bis fünf Tage vorher stand und was daraus wurde – gemessen an der Modellanalyse und an den Wolkenmeldungen der Flughäfen.
Weather data by Open-Meteo.com (CC BY 4.0) · Modelle: DWD ICON und DMI HARMONIE AROME (Europa), NOAA HRRR, NBM und GFS sowie CMC GEM (außerhalb Europas), ECMWF IFS (Vergleichszeile, Wasserdampf) · Aerosol: Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) · Wetterkarte: meteoblue. Seeing, Transparenz und Gesamtbewertung sind aus diesen Daten abgeleitet.