Beobachtungsplaner
Welche Planeten stehen in einer Nacht wo, wie hell ist der Mond, welche Sternbilder stehen am Himmel – und welche Galaxien, Nebel und Sternhaufen lohnen sich am gewählten Standort am meisten? Alles wird in Ihrem Browser berechnet. Nur wenn Sie in die Sternkarte hineinzoomen, lädt sie Himmelsfotos vom CDS Straßburg nach; das lässt sich abschalten. Ob die Nacht klar wird, zeigt das Astro-Wetter.
Sternbilder
Die besten Objekte der Nacht
Ereignisse der Nacht
So liest man den Beobachtungsplaner
Standort und Nacht: Standort und Datum des Abends wählen, die Pfeile springen eine Nacht weiter. Alle Zeiten gelten in Ortszeit; bei eigenen Koordinaten in der Zeitzone, die daneben unter „Zeitzone“ gewählt ist (vorbelegt mit der Ihres Browsers).
Mond
Phase, beleuchteter Anteil und Alter seit Neumond zur eingestellten Uhrzeit, dazu Stand am Himmel, Auf- und Untergang zwischen Sonnenunter- und Sonnenaufgang, die mondfreie astronomische Dunkelheit, Entfernung und scheinbarer Durchmesser sowie die nächsten Neu- und Vollmonde. „Mondkalender zeigen“ blendet darunter einen Monatskalender mit Phase und beleuchtetem Anteil jeder Nacht und den Zeiten der Hauptphasen ein; ein Klick auf einen Tag wählt diese Nacht.
Sternbilder
Der Himmel, wie man ihn vor sich sieht: unten Horizont und Himmelsrichtungen, oben das grüne Kreuz für den Zenit. Sie blickt nach Süden; Ziehen, Pfeile oder Pfeiltasten drehen die Blickrichtung. Gelb gestrichelt die Ekliptik, hellblau die Milchstraße, die gebogenen Linien markieren 30° und 60° Höhe. Die Namen lassen sich ausblenden oder zwischen Deutsch und Latein umschalten. Die Leisten unter der Karte zeigen, wann Mond und Planeten über dem Horizont stehen – je kräftiger, desto höher; ein Klick darauf stellt die Uhrzeit. Rechts stehen die Höhe zur eingestellten Uhrzeit (jetzt), die größte Höhe in der Nacht, solange die Sonne mindestens 6° unter dem Horizont steht (max. Höhe), und die Helligkeit, beim Mond der beleuchtete Anteil. Zoom: mit +/−, Doppelklick, Strg/⌘ + Mausrad oder zwei Fingern; hineingezoomt lässt sich die Karte auch nach oben und unten ziehen. Je enger der Ausschnitt, desto schwächere Sterne (bis 8 mag), mehr Sternnamen und griechische Buchstaben, dazu die Galaxien, Nebel und Sternhaufen des Katalogs als Symbole – ein Klick auf einen Stern, einen Planeten, den Mond oder ein Objekt öffnet darunter eine Info-Karte mit Auf- und Untergang, Helligkeit, Entfernung, Sternbild und Koordinaten (bei Objekten aus der Liste mit „In Sternkarte zeigen“). „Gitter“ blendet das Koordinatennetz (J2000) ein, „Grenzen“ die Sternbildgrenzen der IAU. Die Karte zeigt den Himmel so, wie er erscheint: mit der Eigenbewegung der Sterne bis zur gewählten Nacht und angehoben durch die Lichtbrechung der Luft, die am Horizont etwa ein halbes Grad ausmacht. Ab 45° Bildbreite zeigt die Karte außerdem Himmelsfotos des Digitized Sky Survey, die vom CDS Straßburg geladen werden; „Himmelsfotos“ schaltet sie ab.
Die besten Objekte der Nacht
Die 15 lohnendsten von 168 Galaxien, Nebeln und Sternhaufen, die in der Dunkelheit mindestens 20° hoch steigen. Für Fotos zählen Zeit in großer Höhe, Mond und Größe, für das Auge Helligkeit, Flächenhelligkeit, Höhe und Mond. Die Reihenfolge vergleicht nur die Objekte dieser Nacht. „In Sternkarte zeigen“ markiert das Objekt in der Sternkarte und zeigt direkt darunter seine Höhe in der Nacht – ein Klick ins Diagramm stellt die Uhrzeit, „Auswahl aufheben“ beendet sie; Bild und Diagramm in der Liste vergrößern sich unter der Maus. Im Diagramm: grün astronomisch dunkel, rote Fläche der Mond, violette Linie der Meridian-Flip, Punkt die beste Zeit.
Ereignisse der Nacht
Überflüge von ISS, Tiangong und Hubble, enge Begegnungen von Mond, Planeten und hellen Sternen, aktive Meteorströme mit der Rate am Maximum (ZHR – meist sieht man weniger) und Kometen heller als etwa 12 mag. Jede Art steht in einer eigenen Tabelle; „In Sternkarte zeigen“ stellt Uhrzeit und Sternkarte auf das Ereignis ein.
Begriffe kurz erklärt
- Astronomisch dunkel: Sonne mehr als 18° unter dem Horizont.
- Helligkeit (mag): je kleiner die Zahl, desto heller; mit bloßem Auge bis etwa +6.
- Flächenhelligkeit: wie konzentriert das Licht ist – flächige Objekte sind schwerer zu sehen.
- Größe: Durchmesser in Bogenminuten (′); der Vollmond misst etwa 30′.
- Meridian-Flip: am höchsten Punkt kreuzt das Objekt die Nord-Süd-Linie, eine parallaktische Montierung muss umschlagen.
- Objekttypen: Galaxien sind ferne Sterneninseln, Emissionsnebel leuchtendes Gas, Reflexionsnebel beleuchteter Staub, Dunkelnebel verdeckender Staub, planetarische Nebel Hüllen sterbender Sterne; Kugelsternhaufen sind dichte, offene Sternhaufen lockere Sterngruppen.
Woher die Werte kommen
Sonne, Mond und Planeten berechnet Ihr Browser selbst. Der Mond folgt den wichtigsten Bahnstörungen nach Meeus und stimmt bei Auf- und Untergang auf etwa eine Minute mit dem U.S. Naval Observatory überein. Die Planeten stammen aus den Bahnelementen des JPL (NASA), ihre Helligkeit aus dem Modell von Mallama und Hilton (2018); beides wurde mit dem Ephemeridendienst Horizons abgeglichen: Die Positionen stimmen auf besser als ein Zehntel Grad, die Helligkeit auf etwa ein Zehntel Größenklasse.
Der Objektkatalog umfasst alle Messier-Objekte außer M40 (ein Doppelstern) und M73 (eine kleine Sterngruppe) sowie bekannte NGC- und IC-Objekte, darunter südliche wie Omega Centauri und Centaurus A. Die Koordinaten stammen aus der astronomischen Datenbank SIMBAD in Straßburg; Helligkeit und Größe sind gerundete Richtwerte.
Die Bewertungen der Liste sind eine eigene Gewichtung aus diesen Daten, ebenso die Einordnung eines Standorts als stadtnah. Das Wetter fließt nicht ein – ob die Nacht klar wird, zeigt das Astro-Wetter.
Sterne und Sternbilder stammen aus d3-celestial von Olaf Frohn: die Sterne bis zur 8. Größenklasse (die schwächeren ab 6 werden erst beim Hineinzoomen vom eigenen Server geladen) aus XHIP, einer Zusammenstellung der Daten des Satelliten Hipparcos, die Sternbildlinien und Namenspositionen nach den Karten der Internationalen Astronomischen Union (IAU), die Umrisse der Milchstraße aus dem Milky Way Outline Catalog von Jose R. Vieira. Stichproben der Sternpositionen stimmen mit SIMBAD überein.
Die Vorschaubilder der Liste sind Ausschnitte aus dem Digitized Sky Survey (DSS2, Farbversion), einer Durchmusterung des ganzen Himmels auf Fotoplatten der Schmidt-Teleskope auf dem Palomar Mountain und in Australien. Sie wurden einmalig mit dem Dienst hips2fits des CDS in Straßburg erzeugt und liegen auf diesem Server – beim Besuch der Seite wird nichts von fremden Servern geladen. Die Wikipedia-Links laden erst etwas, wenn man sie anklickt.
Satelliten und Kometen: Die Bahndaten von ISS, Tiangong und Hubble (Two-Line-Elemente des NORAD) stammen von CelesTrak, ihre Grundhelligkeit von Heavens-Above. Die Bahnen rechnet Ihr Browser mit dem Verfahren SGP4 nach Vallado und anderen (2006); die Ergebnisse stimmen mit dessen Testfällen und mit dem Ephemeridendienst Horizons des JPL überein. Die Kometenbahnen stammen aus der Small-Body Database des JPL. Beide Datensätze werden vor dem Hochladen der Seite aktualisiert und liegen auf diesem Server; Überflugvorhersagen sind etwa zwei Wochen verlässlich. Die Meteorströme folgen dem Kalender der International Meteor Organization.
Koordinaten, Größen und Lagewinkel: SIMBAD-Datenbank, betrieben vom CDS, Straßburg · Planetenbahnen: JPL (NASA) · Helligkeit der Planeten: Mallama & Hilton (2018) · Sterne und Sternbilder: d3-celestial von Olaf Frohn (BSD-Lizenz) mit Sterndaten aus XHIP/Hipparcos (ESA) und den Sternbildgrenzen der IAU · Eigenbewegungen und Parallaxen: Hipparcos-Neureduktion (van Leeuwen 2007) über VizieR (CDS) und den Milchstraßen-Umrissen von Jose R. Vieira · Vorschaubilder: Digitized Sky Survey, produziert am Space Telescope Science Institute (Grant NAG W-2166) aus Aufnahmen des Oschin-Schmidt-Teleskops (Palomar) und des UK-Schmidt-Teleskops, © Caltech, AAO, PPARC und AURA; Ausschnitte mit hips2fits (CDS) · Himmelsfotos in der Sternkarte: DSS colored als HiPS vom CDS (CNRS/Université de Strasbourg), live von alasky.cds.unistra.fr · Satellitenbahnen: CelesTrak (NORAD), Helligkeiten: Heavens-Above · Kometenbahnen: JPL Small-Body Database · Meteorströme: International Meteor Organization. Bewertungen und Standort-Einordnung sind daraus abgeleitet.