Astro-Wetter

Sieben Tage Vorhersage auf einen Blick, gemacht für die eine Frage: Lohnt sich die Nacht? Wolken in drei Höhen, geschätztes Seeing und Transparenz, Wind, Temperatur und Taupunkt – dazu Sonnen- und Mondhöhe mit Mondphase. Die Wetterdaten kommen in Europa aus dem ICON-Modell des Deutschen Wetterdienstes, anderswo aus den US-Modellen GFS und HRRR; eine zweite Wolkenzeile zeigt zum Vergleich das Modell des ECMWF.

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🔭 Planeten, Mond und die besten Objekte der Nacht für diesen Standort zeigt der Beobachtungsplaner.

Wetterkarte von meteoblue

meteoblue

So liest man die Grafik

Jede Stunde bekommt eine Gesamtbewertung von 0 bis 100 %: wie gut sie sich zum Beobachten und Fotografieren eignet. Ab 85 % heißt das Ausgezeichnet, ab 65 % Gut, ab 45 % Mittel, ab 25 % Schlecht, darunter Sehr schlecht. Den größten Teil machen die Wolken aus – schon ein halb bedeckter Himmel drückt eine Stunde auf höchstens 25 %.

Die Sieben-Tage-Grafik, von oben nach unten

Die Tabelle

Eine Zeile pro Nacht, jeweils von Mittag bis Mittag: wann es astronomisch dunkel ist, welcher Teil davon dunkel ohne Mond ist – der Mond steht dann unter dem Horizont, die beste Zeit für Galaxien und Nebel –, die Gesamtbewertung dieser dunklen Stunden, wie viel vom Mond beleuchtet ist und wann er auf- (↑) und untergeht (↓). Deckt die Vorhersage eine Nacht nur teilweise ab, steht unter der Bewertung, für wie viele dunkle Stunden Daten vorliegen. Ein Klick auf eine Nacht öffnet sie im Detail. Auf schmalen Bildschirmen erscheint jede Nacht als eigene Karte.

Nacht im Detail

Mit der Maus über eine Grafik fahren oder darauf tippen zeigt alle Werte einer Stunde; ein Tipp daneben schließt das Fenster wieder. Auf dem Handy lassen sich beide Grafiken seitlich wischen, die Beschriftung links bleibt dabei stehen. Nach dem Laden steht die Sieben-Tage-Grafik auf Jetzt und das Nachtdetail auf dem Sonnenuntergang.

Begriffe kurz erklärt

Woher die Werte kommen – und wo sie schätzen

Wolken, Wind, Temperatur, Feuchte und Wettersymbole kommen direkt aus einem Wettermodell, bis zu sieben Tage im Voraus. Welches, hängt vom Standort ab.

In Europa – genauer: zwischen 29,5 und 70,5° N sowie 23,5° W und 62,5° O – nutzt die Seite das ICON-Modell des DWD. In Mitteleuropa stammen die ersten rund zwei Tage aus ICON-D2 mit 2,2 km Gitterweite, danach aus ICON-EU mit 7 km und die letzten knapp zwei Tage aus ICON global mit rund 11 km, das keine Sichtweite liefert. Welches Modell eine Nacht liefert, steht über dem Nachtdetail.

Außerhalb Europas kommen die Daten von der US-Wetterbehörde NOAA: in den USA, Südkanada und Nordmexiko die ersten rund zwei Tage aus HRRR mit 3 km Gitterweite, danach und im Rest der Welt aus GFS mit rund 13 km. Den Ausschlag gab ein Abgleich für Starfront: Über 30 Nächte hinweg lagen GFS/HRRR und ECMWF deutlich näher an den stündlichen Wolkenmeldungen der umliegenden Flughäfen als ICON, das dort vor allem klare Stunden zu oft als bewölkt vorhersagte.

Die Zeile ECMWF ist eine zweite Meinung: die Gesamtbewölkung aus dem IFS-Modell des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage mit 9 km Gitterweite, überall auf der Welt. In die Gesamtbewertung fließt sie nicht ein.

Nacht im Detail nutzt dieselben Abfragen und nennt über der Grafik, aus welchem Modell die Nacht stammt. Die Schnittstellen bieten zwar auch 15-Minuten-Werte an, für Wolken, Wind und Temperatur sind sie aber nur zwischen den Stundenwerten interpoliert – deshalb zeigt die Grafik Stundenwerte.

Seeing liefert kein Wettermodell. Die Grafik schätzt es aus dem Windprofil: aus dem Jetstream in etwa 10 km Höhe, aus der Windscherung zwischen rund 1,5 und 10 km – also wie stark sich Richtung und Tempo mit der Höhe ändern – und aus dem Wind am Boden. Alle drei machen die Luft unruhig. Liegt ein Standort so hoch, dass 1,5 km schon im Gelände stecken, rechnet die Grafik von der nächsten Druckfläche darüber. Die Gewichtung ist eine eigene; sie trifft die Tendenz, ersetzt aber keine echte Seeing-Vorhersage.

Transparenz schätzt die Grafik aus der Aerosol-Dichte (AOD) der Copernicus-Vorhersage CAMS. Etwas gedämpft wird sie bei sehr hoher Luftfeuchte am Boden und bei viel Wasserdampf in der Luftsäule, den das ECMWF-Modell liefert – nur sanft, denn Wasserdampf schluckt im sichtbaren Licht wenig. Staub steckt bereits in der AOD; Tooltip und Nachtdetail zeigen ihn trotzdem getrennt, weil er erklärt, warum ein Himmel milchig ist. Die CAMS-Daten reichen nur etwa vier bis fünf Tage; danach bleibt die Zeile dunkelgrau.

Gesamt ist eine eigene Gewichtung: Die Wolken bestimmen fast alles, Seeing und Transparenz verschieben eine klare Stunde nur noch nach oben oder unten.

Sonne und Mond berechnet Ihr Browser selbst; dafür wird nichts abgefragt. Planeten und die besten Objekte einer Nacht zeigt der Beobachtungsplaner.

Die Wetterkarte ist ein eingebettetes Angebot von meteoblue und nicht Teil der Berechnungen dieser Seite: Sie zeigt meteoblues eigene Satelliten- und Vorhersagedaten für den gewählten Standort.

Weather data by Open-Meteo.com (CC BY 4.0) · Modelle: DWD ICON (Europa), NOAA GFS und HRRR (außerhalb Europas), ECMWF IFS (Vergleichszeile, Wasserdampf) · Aerosol: Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) · Wetterkarte: meteoblue. Seeing, Transparenz und Gesamtbewertung sind aus diesen Daten abgeleitet.