Beobachtungsplaner
Welche Planeten stehen in einer Nacht wo, wie hell ist der Mond – und welche Galaxien, Nebel und Sternhaufen lohnen sich am gewählten Standort am meisten? Alles wird in Ihrem Browser berechnet; dafür werden keine Daten an andere Server geschickt. Ob die Nacht klar wird, zeigt das Astro-Wetter.
Planeten und Mond
Die besten Objekte der Nacht
So liest man den Beobachtungsplaner
Standort und Nacht: Wählen Sie einen Standort und das Datum des Abends, an dem die Nacht beginnt; die Pfeile springen eine Nacht vor oder zurück. Alle Uhrzeiten gelten in der Ortszeit des Standorts, auch über eine Zeitumstellung hinweg. Bei eigenen Koordinaten kennt die Seite die Zeitzone nicht und rechnet mit der Ihres Browsers – die Statuszeile sagt das dazu. Eigene Koordinaten sind wie beim Astro-Wetter durch ein Passwort geschützt.
Die Zeile unter den Einstellungen fasst die Nacht zusammen: Sonnenuntergang, astronomisch dunkle Zeit und der Teil davon ohne Mond, wie viel vom Mond beleuchtet ist und wann er auf- (↑) und untergeht (↓), dazu der Sonnenaufgang.
Planeten und Mond
Das Panorama zeigt den Himmel, wie man ihn vom Standort aus sieht: mit Blick nach Süden (auf der Südhalbkugel nach Norden), unten der Horizont mit den Himmelsrichtungen. Die gestrichelten Linien sind die Bahnen von Mond und Planeten nach Sonnenuntergang; mit dem Zeitregler wandern sie dorthin, wo sie zu dieser Uhrzeit stehen, und die Himmelsfarbe zeigt die Dämmerung. Hellere Planeten sind größer gezeichnet, Planeten unter 10° blasser, weil sie im Dunst über dem Horizont schwer zu sehen sind. Der Mond erscheint in seiner tatsächlichen Phase, die beleuchtete Seite zeigt zur Sonne. Darunter zeigt je eine Leiste, wann ein Himmelskörper über dem Horizont steht – je kräftiger, desto höher, in der Dämmerung abgeschwächt –, rechts seine beste Höhe in der Dunkelheit und seine Helligkeit. Ein Klick in die Leisten stellt die Uhrzeit ein.
Die besten Objekte der Nacht
Die Liste sucht aus 168 bekannten Galaxien, Nebeln und Sternhaufen die 15 heraus, die in dieser Nacht am Standort am lohnendsten sind. Objekte, die während der Dunkelheit nicht mindestens 20° über den Horizont steigen, fallen heraus. Mit den beiden Knöpfen wählen Sie, wofür bewertet wird:
- Für Fotos zählt vor allem, wie lange und wie hoch ein Objekt in der astronomischen Dunkelheit steht: Eine Stunde ab 60° Höhe zählt voll, unter 20° gar nicht – je höher, desto weniger Luft liegt dazwischen. Ein heller Mond in der Nähe zieht ab, bei Galaxien und lichtschwachen Nebeln stärker als bei Sternhaufen. Sehr kleine Objekte bekommen etwas weniger Punkte, weil sie ohne lange Brennweite nur wenige Pixel füllen.
- Für das Auge zählen Helligkeit und Flächenhelligkeit – ein großes, lichtschwaches Objekt ist schwerer zu sehen als ein kleines, helles –, die größte Höhe in der Dunkelheit und der Mond.
An stadtnahen Standorten wie der Volkssternwarte Hannover rutschen lichtschwache Galaxien und Nebel nach unten, weil der aufgehellte Himmel sie zuerst verschluckt. Die Spalte Bewertung reicht von 0 bis 100; sie vergleicht die Objekte derselben Nacht und ist keine Erfolgsgarantie. Ein Klick auf ein Objekt markiert es als hellblauen Ring mit seiner Bahn im Panorama und stellt die Uhrzeit auf seine beste Zeit; steht es außerhalb des Blickfelds, dreht sich das Panorama in seine Richtung. Ein zweiter Klick nimmt die Markierung wieder weg. Auf schmalen Bildschirmen erscheint jedes Objekt als eigene Karte.
Begriffe kurz erklärt
- Astronomisch dunkel: Die Sonne steht mehr als 18° unter dem Horizont; der Himmel ist so dunkel, wie er an diesem Ort werden kann.
- Helligkeit (mag, Größenklasse): Je kleiner die Zahl, desto heller. Mit bloßem Auge sieht man unter dunklem Himmel Objekte bis etwa +6, mit einem Fernglas bis etwa +9.
- Flächenhelligkeit: wie konzentriert das Licht ist. Eine Galaxie mit +8 mag, deren Licht sich über einen halben Grad verteilt, ist viel schwerer zu sehen als ein Sternhaufen gleicher Helligkeit.
- Größe: der größte Durchmesser am Himmel in Bogenminuten (′) oder Bogensekunden (″). Der Vollmond misst etwa 30′.
- Galaxie: eine eigene Sterneninsel weit außerhalb der Milchstraße, meist lichtschwach und flächig.
- Emissionsnebel: leuchtendes Gas, angeregt von jungen, heißen Sternen – auf Fotos meist rot.
- Reflexionsnebel: Staub, der das Licht naher Sterne zurückwirft – meist bläulich.
- Dunkelnebel: Staub, der das Licht dahinter verdeckt und sich als dunkle Form vor hellem Gas abzeichnet.
- Planetarischer Nebel: die abgestoßene Hülle eines sterbenden Sterns, oft klein und hell.
- Supernova-Überrest: die Trümmerwolke einer Sternexplosion.
- Kugelsternhaufen: eine dichte Kugel aus Hunderttausenden alter Sterne.
- Offener Sternhaufen: eine lockere Gruppe junger Sterne, oft schon im Fernglas schön.
Woher die Werte kommen
Sonne, Mond und Planeten berechnet Ihr Browser selbst. Der Mond folgt den wichtigsten Bahnstörungen nach Meeus und stimmt bei Auf- und Untergang auf etwa eine Minute mit dem U.S. Naval Observatory überein. Die Planeten stammen aus den Bahnelementen des JPL (NASA), ihre Helligkeit aus dem Modell von Mallama und Hilton (2018); beides wurde mit dem Ephemeridendienst Horizons abgeglichen: Die Positionen stimmen auf besser als ein Zehntel Grad, die Helligkeit auf etwa ein Zehntel Größenklasse.
Der Objektkatalog umfasst alle Messier-Objekte außer M40 (ein Doppelstern) und M73 (eine kleine Sterngruppe) sowie bekannte NGC- und IC-Objekte, darunter südliche wie Omega Centauri und Centaurus A. Die Koordinaten stammen aus der astronomischen Datenbank SIMBAD in Straßburg; Helligkeit und Größe sind gerundete Richtwerte.
Die Bewertungen der Liste sind eine eigene Gewichtung aus diesen Daten, ebenso die Einordnung eines Standorts als stadtnah. Das Wetter fließt nicht ein – ob die Nacht klar wird, zeigt das Astro-Wetter.
Koordinaten: SIMBAD-Datenbank, betrieben vom CDS, Straßburg · Planetenbahnen: JPL (NASA) · Helligkeit der Planeten: Mallama & Hilton (2018). Bewertungen und Standort-Einordnung sind daraus abgeleitet.